Kinder- und Familienfahrt 2026

In vielen Straßen sieht man gerade hohe, bunte Maien, die junge Männer zum 1. Mai als Zeichen ihrer Zuneigung vor das Haus ihrer Angebeteten stellen. Brauch ist es auch, dass alle paar Jahre ein neuer Maibaum in der Dorfmitte von Gablingen unter den Salutschüssen der Grünholder Böllerschützen aufgestellt wird, den u. a. auch das Logo des Bayern-Fanclubs „Red-White Glammhogga“ ziert. 

Ein Versprechen wird eingelöst: Ausflug für krebskranke Kinder
Einen Tag später fand traditionell auch die Fahrt „der Roten“ mit zwei Bussen bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein zum Heimspiel des FCB gegen Heidenheim für krebskranke Kinder und ihre Familien statt. In seiner Begrüßung im Bus erinnerte der „Bayern-Rudi“ noch einmal daran, dass mit der Fahrt ein Versprechen eingelöst wurde, das den Kids noch auf der Station gegeben worden war, und dass mit diesem Tag die Zusage wahr gemacht wurde. Bereits davor wurden die Kids mit den aktuellen Trikots ausgestattet; Schals oder Caps wurden während der Leberkäs-Brotzeit vor der Arena verteilt.

Der Zufall wollte es, dass noch vor Anpfiff die Aktion „Südkurve hilft“ und die DKMS gemeinsam dazu aufriefen, sich typisieren zu lassen, um als mögliche Stammzellspender für an Blutkrebs erkrankte Menschen registriert zu werden. Spätestens nachdem die prall gefüllte Arena die Hymne „Immer vorwärts FC Bayern“ sang und die Schals in die Höhe gestreckt wurden, kam es für die Kids und ihre Familien zu einem unvergesslichen Gänsehautmoment, der allen in Erinnerung bleiben wird.

Es sieht zwar nach viel Spaß aus – und das ist und war es ja auch –, aber mit einem ernsten und wichtigen Hintergrund. So funktioniert die FC-Bayern-Familie: Man ist eine Einheit, steht zusammen, auch in schweren Zeiten. So setzt der Fanclub auch abseits des Spielfelds seit über 20 Jahren Akzente. Das Ergebnis des Spiels spielte nach den vielen Eindrücken eher eine untergeordnete Rolle und wurde durch das anschließende tolle Buffet im Biergarten beim „Roten Wirt“ in der Sportallee abgerundet, und ein wunderschöner Tag wurde mit gemütlichem Beisammensein abgeschlossen.

Unterstützung, die ankommt: Tombola und Spenden
Die Deckung der kompletten Kosten für diesen Tag übernimmt der Fanclub. Möglich ist dies u. a. durch die jährliche große Tombola zugunsten krebskranker Kinder an der Nikolausfeier, aber auch durch private Spenden, z. B. von Mitglied Marc Sisa (Schafkopfturnier), Korbi Steidle (Gartenfest des Krieger- und Soldatenvereins), aber auch durch die Fa. Everllence (7.500 €) und den Rotary Club (500 €), die solche und weitere Aktivitäten des Fanclubs unterstützen. Im Namen des Fanclubs vielen, vielen Dank dafür.

Fußball-Wahnsinn und große Emotionen: Rückblicke auf eine Spektakel-Saison
Wahnsinn – ein anderes Wort fällt einem zu den vergangenen Spielen des FC Bayern nicht ein, so Glammhogga-Präsident Manuel Tausend. Die Aufholjagd in den beiden Auswärtsfahrten des Fanclubs nach Dortmund (gestärkt mit „Büchsen-Willi“ und nach einem wilden Ritt im Revier Punkte und Titel auf der Rückreise im Handgepäck verstaut) und Mainz (nach einem 0:3-Pausenrückstand noch das Gaspedal zu finden – mit der Motivationsspritze) stärkten die Gemeinschaft der beteiligten Fanclubs.

Das Spiel in Freiburg, die Begegnungen gegen Bergamo (10:2 in der Gesamtbilanz): Bayern lässt Real mit leeren Händen zurück und nimmt ihnen ihren Mythos – dreimal zurückzukommen ist auch eine Qualität, trotz Neuer-Bock: Bayern rockt!

Wenn die Champions League ihre ganz großen Geschichten erzählt, führt an einem Duell gegen Real Madrid kein Weg vorbei; keine andere Begegnung gab es häufiger. Vier Spieltage vor Schluss steht der FCB mit einem 4:2 gegen Stuttgart uneinholbar auf Platz 1 fest und feiert mit Kakadu-Shirts den 35. Meistertitel – noch ohne Weißbierdusche. Aber es ging weiter Schlag auf Schlag: Nach sechs Jahren Pause marschierte die Mannschaft mit dem Sieg gegen Leverkusen unaufhaltsam ins Pokalfinale.

Magische Nächte lagen hinter den Bayern-Fans! Dachten viele, dass die Spiele gegen Madrid schon der Wahnsinn waren, durfte das Hinspiel gegen Paris alles getoppt haben: ein einziger Endorphinrausch im torreichsten Halbfinale der Geschichte! Ein höheres Niveau gibt es in Europas Fußball derzeit nicht. Merci für diese Fußballnacht! Dieses Spiel lässt die Fußballwelt staunend zurück, und die internationale Presse spricht von einem „Jahrhundertspiel“. Der Traum von Budapest lebte weiter! Doch am Ende war da eine riesengroße Leere: Die Spektakel-Saison war nach dem Rückspiel gegen Paris vorbei. Frust, Enttäuschung und Wut über einen Schiedsrichter, der dem Spiel nicht gewachsen war. Der Traum vom dritten Triple geplatzt, der Blick jedoch mit Stolz nach vorne gerichtet, mit der Einsicht: „Des einen Freud’, des anderen Leid“!

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 „Mehr als nur ein Fanclub!“